Höcker und Partner
Höcker und Partner sind Rechtsanwälte, Fachanwälte und Notare in Osnabrück. Unsere Rechstanwälte und Notare sind Experten auf Ihren Rechtsgebieten. Unsere Kernkompetenz: Familienunternehmen in Osnabrück
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Beiräte in der Rolle eines Sparringspartners
Die Bedeutung von Beiräten in Familienunternehmen steigt stätig. Familienunternehmen sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Kontrollinstanz im Unternehmen zu etablieren, dennoch ist der Beirat mittlerweile sehr beliebt. Im Beirat steht im Vergleich zum Aufsichtsrat die Kontrollfunktion nicht im Vordergrund. Familienunternehmen sehen in den Mitgliedern des Beirates einen Sparringspartner. Der Beirat kann mit seinem Fachwissen und externen Impulsen zu der Qualität von Entscheidungen beitragen. Familienunternehmen sehen sich vermehrt mit Aufgaben konfrontiert, bei der externe Erfahrung notwendig ist. Als neutrales Gremium kann ein Beirart die Interessen der Gesellschafter und des Unternehmens bündeln.
Der Beirat und seine Aufgaben
Der Bereit kann die Geschäftsführung und Gesellschafter eines Familienunternehmens bei strategischen und operativen Entscheidungen beraten. Die einzelnen Mitglieder können Ihre spezielle Erfahrungen mit den Inhabern und der Geschäftsführung teilen. Neben der Beratungsfunktion, kann der Beirat auch eine Überwachungs- und Kontrollfunktion übernehmen. So ist es nicht unüblich, dass im Beirat zustimmungspflichtige Geschäfte beraten und entschieden werden müssen. Bei bestimmten Situation, zum Beispiel die Nachfolgeplanung, kann der Beirat auch Letungsaufgaben warnehmen, sofern die Gesellschafter oder die Geschäftsführung ausfallen. In bestimmten Fällen übernimmt der Beirat auch nur Repräsentationsfunktionen zur Image- und Netzwerkpflege.
Keine rechtsverbindlichen Normen für einen Beirat
Familienunternehmen können eigenständig über Befugnisse, Zusammensetzungo, Höhe der Vergütung und zentrale Aufgaben eines Beirates entscheiden. Der Gesetzgeber gibt keine rechtsverbindlichen Normen vor. Das Tätigkeitssprektumt des Beirates kann also eine zweckmäßige Gestaltung haben. Bei der Auswahl von Beiräten steht daher häufig die fachliche Kompetenz im Vordergrund. Viele Familienunternehmen verfüguen zum Beispiel über einen Beirat für die Digitalisierung.
Wie wird ein Beirat vergütet
Familienunternehmen können über die Vergütung frei entscheiden. Im Durschnitt liegen die Honorare für Beiratsmitglieder zwischen 10.000€ und 15.000€ pro Jahr. Vorsitzende und Stellvertretert werden 20.000€ bis 25.000€ im Durschnitt vergütet. Die Auswahlkritieren sind ebenso wie die Vergütung sehr flexibel. Fixe Kriterien für die Auswahl von Beiräten gibt es nicht, aber Familienunternehmen orientieren sich bei der Besetzung häufig an inhatlichen Kompetenzen. So kommen Steuerberater oder Rechtsanwälte als Beiräte in Familienunternehmen häufig vor.
Trend zu einer Professionalisierung von Beiräten
Immer mehr Familienunternehmen geben einem Beirat neben der Beratungsrolle auch eine Kontroll- und Entscheidungsfindungsfunktion. Familienmitglieder sind häufig in Beiräten vertreten aber in fast 70% übernehmen familienfremde Mitglieder den Beiratsvorsitz. Unternehmen und Manager aus anderen Unternehmen werden häufiger ausgewählt als Mitglieder aus Freundes- oder Bekanntenkreises oder von Dienstleistern. Um den Beiratsgremium eine geeignete rechtliche Basis für seine Tätigkeiten zu geben, müssen klare Rahmenbedingungen geschafften werden. Die Einbindung der Rechte und Pflichten in den Gesellschaftervertrag ist eine sinnvolle Maßnahme.
Eigentümer und Geschäftsführer im Beirat
DIe Eigentümer und die Geschäftsführer sollten auf jeden Fall Kapazität bereithalten, sich im Beirat zu engagieren. Potenzielle Beiratsmitglieder bestehen auf Augenhöhe. Daher wird es oft nicht ausreichen, nur ein einziges externes Beiratsmitglied zu ernennen. Im schlimmsten Fall werden diese Kandidaten gar nicht erst an Bord kommen oder aber schnell wieder gehen.